Brücke oder bessere Fährverbindungen - egal wie: Der Anschluss an die andere Rheinseite muss besser werden!

Letzte Fähre ab Bingen im Winter:
21:45 Uhr,

dann geht es nur noch über Mainz oder Koblenz nach Rüdesheim.

Quelle: www.welcker-online.de

SWR-aktuel vom 11.07.2017

Ingelheim

Schick: "Brückenstudie auch ohne Bürgerentscheid"

Eine Machbarkeitsstudie für eine Rheinbrücke bei Bingen ist auch nach Ansicht von Landrat Claus Schick ohne vorherigen Bürgerentscheid möglich. Darüber, so Schick, müsse aber der Kreistag abstimmen. 150.000 Euro würde ein Bürgerentscheid kosten, so Landrat Claus Schick. Da müsse man auch über Wirtschaftlichkeit reden und darüber nachdenken, das Geld gleich in die Machbarkeitsstudie zu stecken. Über die Brücke zwischen Bingen und Rüdesheim ist schon viel diskutiert worden. Auch eine Machbarkeitsstudie wurde bereits durchgeführt. Nun soll es eine weitere geben. Die, so hat das der Kreistag beschlossen, kann nur durch einen Bürgerentscheid erreicht werden. Der Kreistag Mainz-Bingen kann das aber auch wieder rückgängig machen. Fraglich ist, wie die Parteien dazu stehen. CDU und FDP äußern sich zustimmend. Die SPD will erst intern darüber reden, die Grünen sind gegen eine Machbarkeitsstudie.

Keine Machbarkeitsstudie

Rückschlag für Brückenpläne bei Rüdesheim

Veröffentlicht am 27.05.16 um 08:27 Uhr

Zwischen Rüdesheim und Bingen wird es wohl keine Rheinbrücke geben. Der zuständige rheinland-pfälzische Kreistag will nicht einmal eine Machbarkeitsstudie in Auftrag geben.

Das erste von drei Projekten für neue Rheinbrücken in Rheinland-Pfalz hat einen möglicherweise entscheidenden Rückschlag erlitten: Nach einer ablehnenden Abstimmung im Kreistag Mainz-Bingen werden die Überlegungen für eine mögliche Rheinbrücke zwischen Bingen und Rüdesheim (Rheingau-Taunus) nach Einschätzung aus Regierungskreisen in Mainz nun erst mal nicht mehr weitergeführt.

SPD, FDP und Grüne hatten eine Machbarkeitsstudie für einen solchen Bau von der Unterstützung und Mitfinanzierung der betroffenen Landkreise abhängig gemacht.

Wie nötig ist eine weitere Brücke?

Doch Ende vergangener Woche hatte ein Antrag der CDU im Kreistag Mainz-Bingen zur Unterstützung einer Machbarkeitsstudie für die Brücke keine Mehrheit gefunden. SPD, Grüne und Freie Wähler stimmten dagegen, der CDU-Antrag fand nur die Zustimmung der FDP.

Der Ausfall der Schiersteiner Brücke zwischen Mainz und Wiesbaden habe Anfang 2015 gezeigt, welche Folgen dies für die Wirtschaft und die Pendler in der Rhein-Main-Region habe, erklärte die CDU Mainz-Bingen in ihrem Antrag. Deshalb seien weitere Brücken notwendig. Eine zusätzliche Rheinquerung sei für die Entwicklung der Region und insbesondere für die Wirtschaft von
existenzieller Bedeutung. Von 1915 bis zur Zerstörung 1945 gab es bereits eine Eisenbahnbrücke zwischen Bingen und Rüdesheim.

Ganz vom Tisch ist die schon seit Ende der 1950er Jahre diskutierte Idee einer Rheinbrücke bei Bingen aber wohl nicht. Allerdings gibt es schwerwiegende Bedenken gegen den Brückenschlag über Rheinauen, die mit 145 Vogelarten ökologisch besonders wertvoll sind.
 

Zurückhaltung auch auf hessischer Seite

Auf hessischer Seite hat Rot-Grün im Rheingau-Taunus-Kreis zwar bei der Kommunalwahl im März die Mehrheit verloren. Aber auch dort gibt es Bedenken, dass eine Brücke zu mehr Verkehr auf der Bundesstraße 42 bei Rüdesheim und damit zu Beeinträchtigungen der Lebensqualität führen könnte.

In der Landesregierung in Mainz wird darauf verwiesen, dass eine Bingener Brücke nicht die höchste Priorität habe. Anders sieht das mit der im Bundesverkehrswegeplan genannten zweiten Rheinbrücke bei Wörth und mit der Mittelrheinbrücke bei St. Goarshausen aus.

Quelle: dpa/lhe, hessenschau.de