WTF

Wirtschafts- u. Tourismusförderung
Rüdesheim u. Assmannshausen am Rhein e.V.

Die Wirtschafts- u. Tourismusförderung (W.T.F.), ist ein Verein, in dem Rüdesheimer und Assmannshäuser Leistungsträger aus allen wirtschaftlichen Bereichen, insbesondere des Tourismus, vertreten sind. Der W.T.F. hat die Aufgabe seine Mitglieder tourismus- und wirtschaftspolitisch zu vertreten.

      DER VORSTAND

Bei den Neuwahlen des Vorstands im Mai 2016 wurden Ralf Nägler als Vorsitzender und Birgit Berg als seine Stellvertreterin bestätigt. Susanne Schima und Norbert Kesseler (Dokumentation) wurden ebenso wiedergewählt wie Hubertus Bosch (Finanzvorstand). Neu im geschäftsführenden Vorstand ist Bettina Schmidt, die Geschäftsführerin der Bingen-Rüdesheimer Schifffahrtsgesellschaft.

Dem erweiterten Vorstand gehören an: Hajo Meuer, Christine Brühl, Torsten Schambach, Theresa Breuer, Martin Siegfried, Peter Ohlig und Susanne Breuer.

Wiesbadener Kurier Rüdesheim 28.04.2016

Gäste bringen viel Geld in die Stadt

Von Barbara Dietel

TOURISMUS Studie sieht viele Profiteure in Rüdesheim / WTF-Mitglieder wollen mehr Angebote im Winter

RÜDESHEIM - Ganz neu ist die Erkenntnis in Rüdesheim nicht: Tourismus lohnt sich, nicht nur für die Hoteliers und Gastwirte. Das hatte vor mehr als 15 Jahren schon der damalige Verkehrsdirektor Peter Huppert betont und dabei auch den Bestatter ins Feld geführt, der profitiere, wenn ein Gast in einem Hotel das Zeitliche segne. Manfred Zeiner vom dwif, einem Beratungsunternehmen für Fremdenverkehr, hat den Wirtschaftsfaktor Tourismus für Rüdesheim jetzt im Auftrag des Vereins Wirtschafts- und Tourismusförderung in Zahlen gegossen. Das Ergebnis, das er bei der Jahreshauptversammlung des WTF vortrug, war Wasser auf die Mühlen vieler Mitglieder.

Rechenexempel
 „Tourismus lohnt sich“, erklärte Zeiner am Ende seines Vortrags, in dem er zu dem Ergebnis kam, dass die knapp 400 000 Übernachtungen von Gästen in Hotels, Pensionen, Privatunterkünften und auf dem Campingplatz sowie die rund eine Million Tagesgäste im Jahr rund 76,7 Millionen Euro Bruttoumsätze bringen. Gut die Hälfte kassiere das Gastgewerbe, 24,6 Prozent blieben beim Einzelhandel hängen und 18,7 Prozent – immerhin noch 14,3 Millionen Euro – im Dienstleistungssektor. Zugrundegelegt hat Zeiner seinen Berechnungen Interviews, Sonderauswertungen für das Zielgebiet und Erfahrungswerte aus Vorgängeruntersuchungen, kombiniert mit amtlichen Statistiken sowie orts- und regionalspezifischen Detailanalysen sowie Plausibilitätskontrollen. 36,1 Millionen Euro verdienen die Beschäftigten im Tourismus. Auch auf das Steueraufkommen wirke sich der Tourismus sehr positiv aus. 7,2 Millionen Euro würden aus Mehrwertsteuer und Einkommenssteuer an den Fiskus fließen.

„Es ist schön, endlich mal bestätigt zu bekommen, dass alle, die im Tourismus unterwegs sind, nicht auf Kosten anderer leben“, erklärte Rolf Wölfert, Vorstand der Rüdesheim Tourist AG. Er baut darauf, dass die neue Stadtverordnetenversammlung gemeinsam mit WTF und RÜD AG Investitionen in den Tourismus tätigt. 360 000 Euro zahlt die Stadt allerdings ohnehin schon jedes Jahr an den WTF. Einen Großteil des Geldes, nämlich 305 000 Euro, reicht der an die RÜD AG für die Unterhaltung des Tourismusbüros weiter. Weitere 130 000 Euro sammelt der WTF an Werbeumlagen bei seinen Mitgliedern ein.

Zwei Möglichkeiten sieht Zeinar, die Einnahmen aus dem Tourismusgeschäft noch zu erhöhen: die Zahl der Touristen zu erhöhen oder sie durch attraktive neue Angebote zu höheren Ausgaben zu bewegen. Ein Thema werde in jedem Fall die Bettensteuer, erklärte der Vorsitzende des WTF, Ralf Nägler. Wie eine Tourismusabgabe, die zweifellos kommen werde, vermutlich allerdings erst 2018, gerecht erhoben werden könne, ohne die Hoteliers einseitig zu belasten, müsse mit der Stadt diskutiert werden. Nicht akzeptabel sei es jedenfalls, dass die Übernachtungen auf den Schiffen, deren Zahl Wölfert auf weitere 123 000 schätzt – eine Statistik gibt es nicht – nicht besteuert werden. Über zweistellige Wachstumsraten würde sich Nägler in diesem Jahr nicht wundern. Wegen der Terroranschläge in Paris und Brüssel hätten viele Angst zu fliegen und den Urlaub im Ausland zu verbringen. Die deutschen Gäste sind ohnehin längst in der Überzahl, das sei früher anders gewesen, erläuterte Wölfert. Einen starken Rückgang der Japaner und Schweizer verzeichneten die Rüdesheimer im vergangenen Jahr. Es kamen auch deutlich weniger Busse, hauptsächlich wegen der vielen Baustellen ist sich Wölfert sicher, der in der Versammlung auch die neue Infobroschüre über Rüdesheim vorstellte und für den Facebook-Auftritt warb, der schon 10 000 Freunde habe.

Ob Rüdesheim am Ende wirklich zweistellige Zuwachsraten habe, werde man sehen. Als dringend verbesserungswürdig wird jedenfalls das ausgedünnte Programm im Winter gesehen. „Wir sind alle gefordert, den Jahreskalender zu füllen“, so Nägler.

dwif-Präsentation-Wirtschaftsfaktor-Tourismus-für-Rüdesheim-26.04.2016

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