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Wiesbadener Kurier, Rüdesheim 04.08.2017

Beim geplanten Weinstand an der Rüdesheimer Goetheanlage tut sich nichts 

 

Außer, dass die Bäume jetzt Blätter haben, hat sich an der Goetheanlage in Rüdesheim seit dem Frühjahr nichts geändert.
Archivfoto: RMB/Heinz Margielsky

Von Barbara Dietel

RÜDESHEIM - Kurz nach Ostern fiel die Entscheidung: Der Weinstand an der Goetheanlage, so entschied die Fremdenverkehrsgesellschaft, soll für fünf Jahre an Marcus Pretzel verpachtet werden. Seither, stellt die Betriebsgemeinschaft Rüdesheimer Weinstand Bleichstraße fest, ist auf dem Gelände nichts passiert. Hätte die Stadt seinerzeit aus den vier Bewerbern die Winzer ausgesucht, die ein in Konzeption und Pachthöhe ansprechendes Angebot gemacht hätten, flössen längst Pachtzahlungen und Wein, so die Betriebsgemeinschaft in einer Pressemitteilung, in der sie noch mal ihr Interesse bekundet. Im Falle einer Zusage werde die Betreibergemeinschaft den derzeitigen Weinstand in der Bleichstraße aufgeben und innerhalb kurzer Zeit einen Weinstand am neuen Standort öffnen.

Tatsächlich hätten es Winzer womöglich einfacher, weil sie privilegiert sind und auch im Außenbereich bauen dürfen. Ein gastronomischer Betrieb sei in der Grünanlage nicht zulässig, erklärt Kreissprecher Christoph Zehler. Hinzu kommt, dass das Gelände im Überschwemmungsgebiet liegt. Feste Bauten, die bei Hochwasser nicht schnell entfernt werden können, seien deshalb dort nicht zulässig.

Was der Geisenheimer Konditor Pretzel dort vorhabe, sei der Bauaufsicht im Detail bis heute nicht bekannt, so Zehler. Die Angebote, sich zusammenzusetzen, seien nicht angenommen worden.

Gemeinsames Gespräch aller Beteiligten steht an

„Ganz so ist es nicht“, erklärt Pretzel, der allerdings einräumt, sich in letzter Zeit wenig um das Projekt gekümmert zu haben. Er habe viele Veranstaltungen und wenig Zeit gehabt, erklärt Pretzel. Er stehe jedoch im Kontakt mit dem Rheingau-Taunus-Kreis. Ein gemeinsames Gespräch, bei dem auch die Stadt dabei sein soll, werde in Kürze terminiert.

Ausgelotet werden soll, was auf dem Gelände genehmigungsfähig ist. Vorher werde er auch den Kaufvertrag nicht unterschreiben, so Pretzel. Es nutze schließlich nichts, wenn er die Fläche habe, aber nichts mit ihr anfangen könne. Pretzel will auf der Wiese am Rheinufer eine Gebietsvinothek etablieren. Ausgeschenkt werden sollen an dem Weinstand Weine von allen Winzern, die in Rüdesheim und Assmannshausen Wein anbauen, sofern sich beide Seiten handelseinig werden. Außerdem soll es Kleinigkeiten zu essen geben, die in seiner Patisserie in Geisenheim zubereitet und in Rüdesheim nur noch hergerichtet werden.

Pretzel will über 60 verschiedene Weine anbieten

So einfach, wie die Stadt Rüdesheim sich das vorstelle, sei die Sache nicht. Hand und Fuß müsse die Sache haben, vorher werde er keine Investitionen tätigen, erklärt Pretzel, der es immer noch für möglich hält, dass der Weinstand im September öffnen kann. „Mit Winzern wäre alles womöglich schneller gegangen, aber der einfachere Weg muss nicht der bessere Weg sein“, so der Geisenheimer. „Sie wären dann von der einen Bahnseite auf die andere gewechselt, aber das Angebot wäre das gleiche geblieben“, sagt Pretzel.

Dann wäre es wieder nur ein Weinstand gewesen, bei dem es den Wein des Winzers gibt, der gerade ausschenkt. Er will dagegen über 60 verschiedene Weine auf die Karte nehmen.

GfR-Anträge finden große Zustimmung

 

Geprägt war die letzte Stadverordnetensitzung vom 22. Juni 2017 unter anderem durch drei Anträge der GfR, die sowohl in den Ausschüssen als auch in der Stadtverordnetenversammlung breite, teilweise sogar einstimmige Zustimmung erhalten haben. Dafür danken wir den Kolleginnen und Kollegen der WIR-Fraktion, der SPD-Fraktion, der CDU-Fraktion und Frau Oberst von der FDP.

 

Zunächst ging es um ein zentrales und einheitliches Anmeldeverfahren für die Kindergärten, bei der endlich eine gewisse Transparenz für alle Beteiligten entstehen soll. Bei Umsetzung unseres Antrages wird es künftig ein Anmeldeformular für alle Kindergärten geben, das bei der Stadt abgegeben wird. Man meldet sein Kind also nicht mehr am Kindergarten direkt an, sondern bei der Stadt. Trotzdem kann man natürlich die Kindergärten vorher anschauen und sich so einen Eindruck verschaffen.

 

Der zweite Antrag zielt darauf ab, die Öffnungszeiten künftig etwas bürgerfreundlicher zu gestalten. Da wir in absehbarer Zukunft ein Bürgerbüro im Erdgeschoss des Rathauses bekommen werden, wünschen wir uns Öffnungszeiten auch an einem Nachmittag und auch samstags Vormittag. Unser Verwaltungschef, Bürgermeister Mosler, ist zwar der Ansicht, dass die Organisation des Bürgerbüros und auch die Öffnungszeiten der Verwaltung Sache des Magistrates seien, nimmt unseren Antrag aber gerne als Anregung und Bitte auf. Vielleicht zeigt sich nach einem gewissen Probezeitraum ja, dass dieser Service durchaus von den Bürgerinnen und Bürgern angenommen und gewünscht wird.

 

Unser dritter Antrag zielt auf die Kontrolle von Beschlüssen im Rahmen der Stadtverordnetenver-sammlung ab. Zahlreiche Beschlüsse werden gefällt, man verliert schnell den Überblick. Manchmal sind es zwanzig Abstimmungen pro Sitzung. Wir erhoffen uns auch hier eine gewisse Transparenz. Manchmal dauert es länger, bis Beschlüsse umgesetzt sind und manchmal werden sie nicht umgesetzt, ohne dass wir Stadtverordneten erfahren, warum das so ist. Hier hoffen wir, dass es ein bisschen mehr Licht im Dschungel unserer Beschlüsse gibt.

Versammlung nicht mehr beschlussfähig
Sitzung der Stadtverordneten nach Überziehung der Beratungspause abgebrochen


Rüdesheim. (av) - Als seit Jahren zu hoch bezeichnete die Fraktion der Wählerinitiative Rüdesheim (WIR) die Abwassergebühren der Stadt, dies sei gesetzeswidrig, so Fraktionsvorsitzender Michael Barth in der jüngsten Stadtverordnetenversammlung. Seit 2012 habe keine Neukalkulation stattgefunden, obwohl es in verschiedenen Bereichen der Abwasserbeseitigung Kostenreduzierungen gegeben habe. ...
Vor einer Beschlussfassung sah die GfR Redebedarf, was zur zehnminütigen Sitzungsunterbrechung führte. Als dann der stellvertretende Stadtverordnetenvorsteher Tobias Zöller die Sitzung wieder eröffnete, befanden sich CDU und GfR noch in der Beratung. Daraufhin ließ Michael Barth (WIR) die Beschlussfähigkeit feststellen, die nicht mehr gegeben war. Zöller erklärte die Stadtverordnetenversammlung damit für beendet. Mit Beginn der Sommerpause bleiben somit der erwähnte Antrag der WIR, Grundstücksangelegenheiten und die Kaufangebote zum Verkauf von Teilflächen des ehemaligen Asbach Geländes über Wochen hinweg liegen.
In Rüdesheim dauert halt vieles seine Zeit.

 

gekürzt: Rheingau-Echo, 29.6.2017

Rüdesheim    24.06.2017     Wiesbadener Kurier / Lokales / Rheingau /
Jähes Sitzungsende in Rüdesheim: Keine Senkung der Abwassergebühren

RÜDESHEIM - (bad).
Zu den Kuriositäten, für die Rüdesheim berühmt und berüchtigt ist,
ist eine weitere hinzugekommen. Mit dem Ergebnis, dass die Abwassergebühren in der Stadt nicht gesenkt werden. Aber das wären sie vielleicht auch ohne das jähe Ende der Stadtverordnetensitzung nicht.
Antrag auf rückwirkende Gebührensenkung
Aber der Reihe nach: Die WIR hatte beantragt, die Abwassergebühr auf Basis der Zahlen einer Neukalkulation rückwirkend zum 1. Januar zu senken. Begründung: Die Abwassergebühr sei seit Jahren gesetzwidrig zu hoch. Seit 2012 habe keine Neukalkulation der Gebühren stattgefunden, obwohl es in verschiedenen Bereichen der Abwasserbeseitigung Kostenreduzierungen gegeben hat.   -    Auch die SPD plädierte dafür, den Bürgern zu viel gezahltes Geld zurückzugeben. „Damit tun wir uns nicht weh“, erklärte der Fraktionsvorsitzende Hans-Jürgen König. 2018, wenn in Rüdesheim die gesplittete Abwassergebühr eingeführt werde, sei wahrscheinlich wieder mit einer Erhöhung der Gebühren zu rechnen.  -  Der CDU-Fraktionsvorsitzende Johannes Schura kündigte dagegen an, dass die CDU eine Senkung der Abwassergebühren ablehnen werde. Auch wenn die Gebühren gesenkt werden, sei der Preis nicht korrekt, erklärte Schura, der dafür plädierte, aufgrund von solide erhobenen Zahlen ab 2018 das Thema anzugehen.   -   Weil sie noch Beratungsbedarf sah, beantragte die GfR eine zehnminütige Sitzungsunterbrechung. Als der stellvertretende Stadtverordnetenvorsteher Tobias Zöller (GfR) nach dieser Zeit die Sitzung fortsetzen wollte, waren nur wenige Stadtverordnete im Saal. Auf Antrag des WIR-Fraktionsvorsitzenden Michael Barth stellte Zöller fest, dass die Stadtverordnetenversammlung nicht beschlussfähig ist, und beendete die Sitzung. Ob Barth dem Anliegen der WIR damit einen Gefallen getan hat, bleibt ein ewiges Geheimnis. GfR und CDU waren noch mitten in den Beratungen. 

Vetternwirtschaft bei der GfR !
Heute beim Campus-Freistil, morgen beim

Weinst(r)and und Asbach-Gelände,
übermorgen bei …. !

Bild rechts aus: Wiesbadener Kurier vom 10.06.2016

Man wirft uns von der GfR ja immer mal wieder gerne vor, dass wir z.B. beim Verkauf des Grundstücks Taunusstraße am Friedhof dies unter Wert gemacht haben und daher der Stadt Schaden zugefügt haben. Wir verweisen an diesem Beispiel gerne darauf, dass es uns darum geht, nicht nur auf den Preis zu schauen, sondern auch darauf, was mit dem Grundstück eigentlich gemacht werden soll, welches Konzept dahintersteht, welche Entwicklung möglich ist. Wir von der GfR glauben, dass nicht immer der höchste Kaufpreis den Ausschlag geben kann, da ein hoher Kaufpreis kein Garant ist für eine qualitative Entwicklung der verkauften Fläche für Rüdesheim. Auch wenn es dann nach dieser Rechnung zunächst so aussieht, als ob es Mindereinnahmen für die Stadt gibt (… was völlig richtig ist), so sind wir der Überzeugung, dass der Gewinn der Realisierung des Campus Freistils für Rüdesheim zukunftsweisend ist und auch die Stadt davon profitieren wird. Deshalb haben wir schon vor der Wahl in unserer Wahlkampagne für dieses Projekt geworben (... weitere Infos bei www.campus-freistil.de)

Die Behauptung, dass dadurch die getroffene Steuererhöhung der Grundsteuer nicht hätte erfolgen müssen, ist unwahr, da diese einmaligen Einnahmen juristisch nicht in die dauerhafte Haushaltskonsolidierung, die der Rettungsschirm vorsieht, einfließen können.

Wozu aber führt der Verkauf an Höchstbietende, wenn man nicht auf das Konzept schaut?!

Am 03.12.2015 hat die Stadtverordnetenversammlung in nichtöffentlicher Sitzung beschlossen, das Opelhaus in der Stadtmitte an den damals Meistbietenden zu verkaufen. Hier stand der monitäre Gewinn im Vordergrund, die anderen Bieter, die zweifelsohne die besseren Konzepte hatten, von denen auch die Stadt profitiert hätte.

So war es nun aber nicht, ein Konzept spielte keine Rolle. Da die Sitzung nichtöffentlich war, werden wir hier auch nicht sagen, welche treibende Kraft hinter dem Verkauf stand und auch für eine Mehrheit gesorgt hat, aber jeder Rüdesheimer kann sich ja selbst ein Bild davon machen. Hier also unser „Mehrwert“:

Wir sind „unendlich froh und glücklich“, dass es, nachdem ein Matzrazendiscounter vor dem Verkauf des Opelhauses dort beherbergt war, nun endlich wieder ein Matzratzendiscounter ins renovierte Gebäude eingezogen ist. Eine weitere Bereicherung der Innenstadt.

Bei allen weiteren Entscheidungen werden wir im Rahmen unserer Möglichkeiten nicht nur für Transparenz sorgen, sondern unsere Entscheidungen auch begründen. Kein leichtes Geschäft, da nicht alle Stadtpolitiker in Rüdesheim diese Sachpolitik unterstützen. Da ist es natürlich oft einfacher der GfR Vetternwirtschaft, Unfähigkeit und Eigeninteresse zu unterstellen.

Viele Entscheidungen sind schwierig, Alternativen oft nicht möglich. Wir werden Fehler machen, zu ihnen stehen und hoffen, dass die Bürgerinnen und Bürger von Rüdesheim trotzdem eine ehrliche und offene Sachpolitik honorieren.

Rüdesheimer GfR geht selbstbewusst ins zweite Jahr

Von Barbara Dietel - Wiesbadener Kurier - 31.03.2017

RÜDESHEIM - Selbstbewusst sind die Neuen: „Es geht auch ohne uns in Rüdesheim“, erklärte der Vorsitzende des Vereins Gemeinsam für Rüdesheim (GfR) Reinhard Wandrey bei der Mitgliederversammlung und fügte hinzu: „Rüdesheim würde allerdings im Dornröschenschlaf versinken.“ Rheinhalle, Asbachgelände, Weinstrand, Stadtentwicklung – die Themen kommen und sind nach dem ersten Hindernis auch schon wieder in der Schublade verschwunden, stellt die GfR fest und will das ändern.

An den Schalthebeln der Macht

An den Schalthebeln der Macht ist der junge Verein, der sich ziemlich genau vor einem Jahr gründete, bereits angekommen. Neun Mandate in der Stadtverordnetenversammlung ergatterte die Wählergruppe, die fast keine politische Erfahrung hat, bei der Kommunalwahl – mehr als SPD und WIR zusammen. Mit drei Vertretern, darunter dem Ersten Stadtrat Dieter Steinbauer sitzt die Gruppierung im Magistrat. Außerdem stellt sie vier Ortsbeiratsmitglieder.

Aus dem Stand über 27 Prozent, das ist auch eine Hypothek, wissen die Mitglieder, die nach einem Jahr noch kein bisschen illusioniert wirken. 16 Mitglieder und Sympathisanten konnte Wandrey im Vereinslokal Central-Hotel begrüßen, bei einem Verein mit knapp 40 Mitgliedern kein schlechter Schnitt, findet er und zählt die Dinge auf, die Fraktion und Verein in kurzer Zeit bereits erreicht haben: ein transparentes Verfahren zum Verkauf von Immobilien, eine Entscheidung für das Wohnprojekt Campus Freistil und eine bessere Atmosphäre im Parlament. Dass die Fraktion sachbezogen mit allen Fraktionen kooperiere, auch wenn die CDU der Kooperationspartner ist, habe einige Gräben zugeschüttet, so Wandrey.

Die GfR sei kein Stimmvieh der CDU und auch nicht ihre kleine Schwester, betonte der GfR-Stadtverordnete Mario Neumann, der nicht verhehlte, dass die GfR auch Fehler gemacht habe. Mit Dringlichkeitsanträgen sei nicht immer richtig umgegangen worden, eine Ortsbeiratssitzung platzte unter Regie der GfR, obwohl das Gremium beschlussfähig war und bei der Kita am Römerhang sei die GfR was die Kosten für den Ausbau anging, zu blauäugig gewesen und habe die Warnung der Opposition in den Wind geschlagen.

Neumann erinnerte auch an unpopuläre Beschlüsse, die die GfR mitgetragen habe, weil es dazu keine Alternative gebe: zum Beispiel die Steuererhöhungen, Einführung der Straßenbeitragssatzung oder die Bettensteuer.

Es gebe noch viel zu tun, erklärte Wandrey. Dabei gebe es viele Themen, bei denen die Lösung nicht so einfach aus dem Hut zu zaubern sei. Ein großes Thema ist für die GfR neben der Einführung der Straßenbeitragssatzung und der Tourismusabgabe die Stadtentwicklung. Wie der große Busparkplatz an der Rheinhalle gestaltet werden könnte, damit sollten sich, so schlägt es die GfR vor, Studenten befassen. Mehrere Hochschulen hat der Verein bereits angeschrieben und positive Rückmeldungen bekommen, wie die Fraktionsvorsitzende Manuela Bosch berichtete.

Vor allem aber möchte die GfR die Bürger noch stärker ins Boot holen und sie nicht nur zu Wahlkampfzeiten informieren. Mit einem Flyer mit einem Blick zurück und nach vorne, der an alle Haushalte verteilt werden soll, ist ein erster Schritt getan.

Aktueller Flyer der GfR

Hier unser aktueller Flyer, der an alle Haushalte in Rüdesheim verteilt wurde.
GfR-2017-Flyer-.pdf
PDF-Dokument [789.1 KB]

 


"GfR ist nicht das Stimmvieh der CDU"


GfR will als Neuling im Rüdesheimer Stadtparlament eigene Sicht offensiver darstellen

Von Barbara Dietel
RÜDESHEIM - Sieben Monate sind seit der Kommunalwahl vergangen und nicht alles lief so, wie es sich die GfR (Gemeinsam für Rüdesheim) vorgestellt hat. „Wir werden häufig mit der CDU in einen Sack gesteckt“, erklärt der GfR-Stadtverordnete Tobias Zöller, einer der wenigen Politikerfahrenen in den Reihen der Parlamentsneulinge, die aus dem Stand neun Sitze in der Stadtverordnetenversammlung holten. „Zu Unrecht“, wie er erklärt. Die GfR sei eine eigenständige Fraktion und nicht Stimmvieh für die CDU, wie es Torsten Schambach ausdrückte. Anders als es von der Opposition dargestellt werde, sei es bei der ein oder anderen Frage die GfR gewesen, die den Kooperationspartner CDU überzeugt habe. „Aber das haben wir in der Öffentlichkeit nicht kommuniziert“, wundern sich die GfR-Vertreter nicht wirklich über die öffentliche Wahrnehmung.

Dem Kooperationspartner nicht verpflichtet
Die GfR will deshalb künftig offensiver ihre Sichtweisen vertreten, erklären, warum sie sich so und nicht anders entschieden hat. Aus den politischen Schlachten will sie sich nach wie vor heraushalten. „Wir machen Sachpolitik“, betont Zöller. Das habe die Gruppierung den Wählern versprochen. Darauf führt die GfR auch ihren überwältigenden Wahlerfolg zurück. „Wir hören uns alles an und wenn wir es für sinnvoll halten, machen wir das auch, egal woher die Idee stammt“, sagt Zöller.
„Wir müssen auch innerhalb der Fraktion viel ringen“, bekennt Erster Stadtrat Dieter Steinbauer. Am Ende sind nicht immer alle überzeugt. Jeder stimmt, so steht es ausdrücklich im Kooperationsvertrag, wie er es für richtig hält. Und so gab es schon einige Abstimmungen, bei denen GfR-Stadtverordnete abweichend von der Fraktionsmehrheit abgestimmt haben.

Grundstücksangebote schon im Magistrat beraten
Aus Sicht der GfR gibt es einige Dinge, die in Rüdesheim angegangen werden müssen. Zum Beispiel die Beratung über Grundstücksangebote. Der Erste Stadtrat plädiert dafür, die Angebote nicht erst im Stadtparlament zu öffnen, sondern sie bereits im Magistrat und den Ausschüssen zu beraten. Dann könnten sie auch im Stadtparlament öffentlich diskutiert werden. Was passiere, wenn nur der Preis und nicht das Konzept über den Verkauf entscheide, sei auf dem Opelgelände zu sehen.
Mehr Transparenz wünscht sich die GfR in der Fremdenverkehrsgesellschaft (FreGe). Es müsse gelingen, den Bürgern zu vermitteln, dass die FreGe keineswegs nur Geld in den Tourismus, sondern auch in die Infrastruktur für Einheimische stecke, dass die Einheimischen auch vom Tourismus profitieren, so Vorstandsmitglied Isabell Beisheim.
Wichtig sei es, solide zu wirtschaften, was bedeute, dass nicht nur Wohltaten verteilt werden könnten, sagt Steinbauer. Für deutlich ausbaufähig hält die GfR Kooperationen mit den Nachbargemeinden. Dass Geduld gefragt ist, ist der GfR klar. „Was woanders schnell umgesetzt wird, endet hier immer erst einmal in einer riesigen Diskussion“, bedauert Zöller.

Wiesbadener Kurier - 5. Oktober 2016

GfR-Fraktion: Weiterbildung im kommunalen Haushaltsrecht

Spannendes Seminar mit kompetentem Referenten
 

Zu den originären Aufgaben der Stadtverordneten gehört es, den Haushalt der Stadt oder der Gemeinde zu beraten und zu beschließen.
Das ist in Rüdesheim, die ja bekanntlich zu den Schutzschirmkommunen gehört, in der Vergangenheit nicht immer einfach gewesen.
Der Haushalt umfasst ungefähr 300 Seiten, die zum großen Teil mit Zahlen und Ausgaben- bzw. Einnahmepositionen beschrieben sind.

Für einen Laien nicht eben einfach zu lesen. Das dachten sich auch die Mitglieder der GfR, die seit der Kommunalwahl mit neun Mandaten im Parlament vertreten sind und mit sieben Politikneulingen zum ersten Mal mit dem Zahlenwerk in diesem Jahr konfrontiert werden.
Damit der städtische Haushalt kein Buch mit sieben Siegeln bleibt und lesbar für die Vertreter der GfR wird, hat sich die GfR zu einer Fortbildungsveranstaltung zum Thema „Der städtische Haushalt“ getroffen. „Wir wollen schließlich verstehen, was wir da aufstellen und der Stadtverordnetenversammlung zur Beratung und Beschlussfassung vorlegen“, so Reinhard Wandrey, Stadtrat und Vorsitzender des Vereins GfR e.V.

Als Moderator der Fortbildung konnte Kämmereileiter Christian Assmann gewonnen werden, der überaus kompetent und kurzweilig durch die mehr als 40 Folien umfassende Präsentation führte. Assmann ging dabei immer wieder auf die Besonderheiten Rüdesheims als Schutzschirmkommune ein und beantwortete geduldig zahlreiche Fragen. So zum Beispiel wurde auch die Frage gestellt, ob man auf die Anhebung der Grundsteuer B hätte verzichten können, wenn man beispielsweise das Grundstück Taunusstraße zu einem wesentlich höheren Preis verkauft hätte. Diese Frage konnte der Kämmereileiter verneinen: Da Rüdesheim Schutzschirmkommune ist, ist die Stadt gezwungen dauerhaft höhere Einnahmen zu generieren, bis zum Jahr 2019 muss im ordentlichen Ergebnis ein Überschuss von knapp 290.000 Euro erwirtschaftet werden. (Zum Vergleich: Im aktuellen Kalenderjahr muss der Überschuss lediglich ca. 16.000 Euro betragen.) Der Verkauf von Grundstücken stellt einen Einmaleffekt dar, der die Finanzlage der Stadt zwar entlastet, die Stadt aber nicht davon befreit, im ordentlichen Ergebnis Überschüsse zu generieren. Also können wir leider nicht auf Steueranhebungen verzichten, selbst wenn man das Tafelsilber der Stadt besonders teuer verkauft. Für 2017, so ist der Kämmereileiter zuversichtlich, wird man die Vorgaben der Aufsichtsbehörde ebenfalls erfüllen.

GfR nutzt alle Möglichkeiten für eine bessere Stadtpolitik

Kopfstand des 1. Stadtrates für einen Perspektivwechsel

Stadtpolitik in Rüdesheim ist nicht einfach. Viele Dinge bedürfen einer Änderung.
Diese sind allerdings nicht einfach umzusetzen. Mit der Methode des Perspektivwechsels versucht die GfR nun auch für schwierige Probleme einen Lösungsansatz zu finden.

So hat sich nun unser 1. Stadtrat Dieter Steinbauer mit Hilfe der Abteilung „Seilbahnrettung“ der Rüdesheimer Feuerwehr beim Jubiläum "aufhängen" lassen, um neue Blickwinkel auf Rüdesheim zu bekommen.

Über die Ergebnisse werden wir berichten!

 

Bitte nicht wundern! Wir arbeiten ständig an unserer Homepage!
Aus Zeit- und Personalmangel können wir leider bisher nicht alle Bereiche unseren Vorstellungen entsprechend mit Informationen füllen.

letzte Aktualisierung: 22.09.2017